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Wir haben euch einige der wertvollsten Insights aus dem Talk von Personio CEO Hanno Renner auf der Hinterland of Thins zusammen gestellt.

Wenn du nicht im Valley sein muss, geh nicht hin

Klar, für viele von uns ist es natürlich ein Traum, im Silicon Valley zu arbeiten und nah an den Top-Adressen von Startups, Tech-Corps und VCs dran zu sein.
Aber:
hat das wirklich einen Business-Wert für euch? In der Regel können wir uns diese Frage ganz besonders in der Startphase mit einem klaren Nein beantworten. Außerdem dürften die entstehenden Kosten einen möglichen ROI (wenn es ihn überhaupt gibt) um ein vielfaches übersteigen.

Euer Business ist viel eher dort, wo ihr seid. In eurem Netzwerk, in eurer Region und in eurer Branche.

Finde etwas, wo die Leute schon das Problem kennen

Eine unglaublich visionär, disruptive Lösung für ein Problem, das noch kein User für sich erkannt hat ist nicht so wertvoll, wie eine bodenständig innovative Lösung, für ein Problem dem sich die Kunden bewusst sind.

Denn:
Dann müsst ihr nur eure Lösung erklären und anbieten, alles andere erklärt sich für den Kunden durch seine Problemstellung selbst. Müsst ihr dem Kunden erst erklären, dass er da ein Problem hat auf das zufälligerweise eure Lösung passt, ist die Gefahr von Unverständnis und Desinteresse sehr groß.

Der erste Prototyp kann schon profitabel sein

Wenn die Kunden verstanden haben, dass ihr Problem bereits durch einen Prototypen gelöst werden kann, sind sie möglicherweise auch schon bereit euch dafür zu bezahlen. Bootstrapping galore!

Baue ein großartiges Produkt

Weil: Glückliche Kunden sind das beste Marketing, das du kriegen kannst! Die Problemlösung ist die Pflicht. Eine mitreißende Kür ist ein Produkt, für das sich eure Kunden begeistern. Mit dem gewissen Etwas: Humor, unglaublich gute UX, welche Team-Stärke auch immer ihr in euer Produkt integrieren könnt.

Nimm Ratschläge ernst, aber

nimm sie nicht zu ernst. Für jedes Business gelten andere Regeln. Generelle Vorgehensweisen oder umfassende Erfahrungen von anderen Gründern können sehr hilfreich für euch sein. Ihr müsst aber selber entscheiden, ob ihr einen Rat befolgt oder ob ihr ihn bewusst nicht befolgen wollt.

Personio wurde bsw. gesagt:
Ihr habt ein viel zu breit aufgestelltes Produkt.
Das Team hat darauf nicht drauf gehört und sich auf seine Stärke und Vision konzentriert statt eines spezialisierten Werkzeugs ein HR-Betriebssystem gebaut.

Recruiting ist die wichtigste Tätigkeit in early Stage

Und in jeder anderen Stage. Euer Team mit hochkarätigen und gleichzeitigen zur Unternehmenskultur passenden Leuten zu erweitern ist eine der wichtigsten Aufgaben. Auch für die Founder.

Hanno wies bsw. daraufhin, dass er selbst noch immer das finale Interview mit Bewerbern führt. Auch bei einer Unternehmensgröße von mittlerweile 150 Leuten – die 2019 auf 250 wachsen soll.

Raising is like dating

Der Dating-Vergleich hat durchaus seinen Charme: Denn auch VC können sich v.a. in early Stages nie sicher sein: Wird das Business Model erfolgreich sein? Funktioniert das Team wirklich? Passt das Startup ins Portfolio.

Hannos Rat daher:
Baut Momentum auf!

Auch VC sprechen Sprechen untereinander. Wenn ihr den einen überzeugen könnt, ist es auch recht wahrscheinlich, dass sich andere euer Startup anschauen, denn so baut sich Vertrauen auf.

Was war der beste Rat, den Ihr in eurer Founder-Karriere bekommen habt? Und vor allem: Welchen Rat habt ihr nicht befolgt und warum? Erzählt mal!