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Eigene Themenseiten aufbauen und dort die besten Fundstücke aus dem Internet sammeln, kuratieren, kommentieren und teilen. Es gibt viele Tools, die solche und ähnliche Möglichkeiten bieten. Eines davon ist Keeeb. Wir haben nachgeschaut, was es kann und welche ähnlichen Angebote es gibt..

Keeeb ist ein Content Curation-Dienst, was bedeutet, dass sich Nutzer mithilfe des Tools Inhalte aus dem Internet auf selbst definierten Seiten zusammenstellen können. Das funktioniert mit Fotos und Videos ebenso wie Texten, wobei eine Besonderheit ist, dass man sich auch nur bestimmte Textpassagen ausschneiden kann. Der Link zum gesamten Beitrag bleibt trotzdem bestehen. Die Seiten lassen sich zu allen möglichen Themen zusammenstellen, und das in beliebiger Zahl und Größe, ein Datenhöchstvolumen gibt es nicht. Auch die Anordnung der Fundstücke ist nicht reglementiert.

Keeeb ist für Einzelpersonen wie für Teams geeignet

Ob die Seiten nur einer Person oder einem Team zugänglich oder öffentlich zugänglich sind, können Anwender frei entscheiden. Keeb ist mit Microsoft Office und Google kompatibel. So lässt sich das Tool beispielsweise in einer Powerpoint-Präsentation integrieren. Und bei der Stichwortsuche mit Google bekommen Nutzer einen Hinweis, falls sich zu dem nachgefragten Begriff bereits eine Eintragung auf einer Keeeb-Seite findet.

Eine Seite zum Thema Raumfahrt.

Eine Seite zum Thema Raumfahrt.

Angeboten wird sowohl eine Software as a Service-Lösung, bei der die Daten in der Cloud gespeichert werden (der Serverstandort ist frei wählbar), als auch eine lokale On Premise-Variante. So oder so funktioniert das auf Mac oder Windows, mit allen gängigen Browsern und auch auf dem Smartphone oder Tablet. Der komplette Service steht für 30 Tage kostenlos zur Verfügung. Über die nach dieser Testphase anfallenden Gebühren schweigt sich das Unternehmen auf seiner Webseite leider aus.

Content Curation gibt es in vielen Formen

Keeeb wurde schon mit vielen anderen Tools verglichen, mit denen sich Webinhalte sammeln und kuratieren lassen. Tumblr und Pinterest kommen da ebenso in den Sinn wie Evernote und die eine oder andere Wiki-Ausgabe. Die Macher selbst, die in Hamburg und Lübeck angefangen haben und mittlerweile auch in New York aktiv sind, brachten in einem Interview sogar mal Google ins Spiel. Der Vergleich hinkt allerdings ziemlich, denn Google bildet praktisch das komplette Internet ab, während Keeeb gerade von der Überschaubarkeit lebt. Näher dran sind schon Tools wie Storify und Pageflow, mit denen bevorzugt journalistische Inhalte erstellt werden.

Bilder: Screenshots der Webseite von Keeeb