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Warum sollte ein Startup von Beginn an ein CRM nutzen? Gerade am Anfang gibt es doch keine oder nur wenige Kundenbeziehungen zu pflegen, da brauchen wir doch noch kein Tool für, oder? Doch! Denn ihr könnt nicht früh genug damit beginnen, Kundenbeziehungen zu managen und vor allem zu dokumentieren!

Pipedrive hat durch seine Struktur den großen Vorteil, dass es nicht nur für das reine Kontaktmanagement genutzt werden kann. Als zentrales Element haben sich die Entwickler aus Estland entschieden Pipelines zu verwenden. Diese können aus beliebig vielen Prozess-Schritten bestehen. Für den Vertrieb wären das die typischen Schritte, die ein Interessent durchläuft, bspw:

  1. Kontakt wird zu
  2. Interessent, wird zu
  3. Lead, wird zu
  4. erfolgreichem Sale, danach kommt
  5. After-Sales und Up-Selling

Das ist nun sehr klassisch und sehr allgemein. Ihr könnt zum Beispiel für jeden einzelnen  Vertriebskanal eine Pipeline anlegen, die über unterschiedliche Schritte verfügen kann. Klar, Kontakte, die sich über Social Media ergeben werden erst einmal anders behandelt, als solche, die durch persönlichen Kontakt entstehen.

Das cloudbasierte Tool kann per Browser und per iOS und Android-App bedient und immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Insbesondere praktisch, wenn Ihr auf dem Weg zum Kunden seid und kurz die letzten Gespräche mit dem Kunden noch einmal ins Gedächtnis rufen wollt.

So ist Pipedrive aufgebaut

Kontakte sind in der Regel Personen. Diese können Unternehmen zugeordnet werden und Unternehmen können beliebig viele Kontakte haben. Zu jedem Kontakt und Unternehmen können alle relevanten Daten, Informationen und Notizen hinzugefügt werden, die in einem chronologisch geordnetem Stream erscheinen. So kann man immer nachvollziehen, wie ein Kontakt zustande kam und welche Kommunikation bisher statt gefunden hat.

Geschäfte und Aktivitäten sind die eigentlichen Arbeitsmaterialien im Pipedrive. Die Geschäfte sind mögliche Aufträge oder Verkäufe, die einem Kontakt und Unternehmen zugeordnet werden. Um diese Geschäfte abzuschließen, muss man verschiedene Schritte ausführen und diese Schritte heißen im Pipedrive Aktivitäten.

Pipedrive-Aktivitaeten

Aktivitäten könnt Ihr Euch auch als ToDos vorstellen. Sie können entweder per Drag and Drop von einem Pipeline Arbeitsschritt zum nächsten gezogen werden oder als erledigt markiert werden. Sobald eine Aktivität als erledigt markiert wird, fragt Pipedrive nach einer möglichen Folge-Aktivität mit einem Abschlusstermin. So vergesst Ihr keine Arbeitsschritte.

Pipedrive ist ein Schweizer Offiziersmesser für Geschäftsprozesse

Ich selber habe mir mittlerweile Pipelines angelegt für immer wieder kehrende Prozesse, inklusive der nötigen Arbeitsschritte, die ich als interaktive Checkliste mit eingebauter ToDo-Liste und direktem Kundenbezug benutze. So vergesse ich einerseits im Detail nichts und kann im Big Picture den Überblick über anstehende Arbeit behalten und gleichzeitig bei Kunden nachhaken, bei denen eine Zusammenarbeit schon etwas länger zurück liegt, ob mal wieder etwas neues anliegt, bzw. neue Angebote unterbreiten.

Und ganz wichtig: Der Überblick über potenzielle Kunden bleibt erhalten. Es fällt leichter, in Kontakt zu bleiben und an vergangene Gespräche anzuknüpfen. Ich kenne sogar Unternehmen, die Prozesse wie die Buchhaltung oder den Ablauf eines Dienstleistungsprodukts über Pipedrive abbilden und abwickeln.

Pipedrive-Pipeline

Pipedrive-Pipeline

Mit Pipedrive behaltet Ihr den Überblick

Die Statistiken in Pipedrive sind mit dem Gedanken entstanden, die Leistung der Vertriebsmitarbeiter zu messen und im Blick zu behalten. Die Entwickler des Tools kommen selber aus dem aktiven Vertrieb und fanden in den Produkten am CRM-Markt nicht das, was sie für ihre Arbeit suchten.

Aber die Auswertungsmöglichkeiten, die Pipedrive bietet, lassen sich auch für Startups sehr gut nutzen. Besonders, um schnell zu reagieren, wenn Investoren nach belastbaren Zahlen fragen. Denn in jedem Geschäft kann z. B. ein erwarteter Umsatz zugeordnet werden, den Ihr natürlich bei Vertragsabschluss und bei Zahlung entsprechend anpassen könnt. Das erspart Euch auf lange Sicht natürlich kein Controlling, aber Ihr könnt von Anfang an Eure Umsatzerwartung, reale Umsatzentwicklung und somit auch die Erfolgsmöglichkeiten Eurer Produkte im Blick behalten. Außerdem habt Ihr auch immer im Blick, über welche Kanäle sich welche Geschäfte ergeben. Welcher Kanal die höchsten Conversion-Rates hat und welcher Kanal den meisten Umsatz generiert. So könnt Ihr Eure Ausgaben für Marketing und Vertrieb von Anfang an optimieren und auf die erfolgversprechendsten Kanäle setzen.

Pipedrive-Statistiken

Pipedrive-Statistiken

Was kostet Pipedrive?

Ihr könnt Pipedrive für 30 Tage kostenlos testen. Danach kostet das Tool in der günstigsten Variante 12€ im Monat und pro Benutzer.

Wenn Ihr Euch vorher noch etwas schlau lesen möchtet, empfehle ich einen Blick ins Pipedrive Blog oder in die Sales Academy – einem kostenlosen E-Mail-Kurs, der Euch auch eine Menge guter Vertriebs-Tipps mitgibt, wenn Ihr Pipedrive nicht nutzen möchte.

Als aktiver Pipedrive-Nutzer ist es für mich neben der CRM-Funktion ein super Werkzeug, um meine Prozesse sinnvoll aufzubauen, regelmäßig auf Effizienz zu prüfen und einen Überblick über Aufgaben und Gesamtsituation zu behalten.

Alternativen zu Pipedrive

DIe Auswahl an alternativen CRM-Systemen ist riesig: Von Opensource Lösungen wie SugarCRM und VR-Tiger über den Platzhirsch Salesforce, Mittelstands-Lösungen wie Sage CRM oder Produkte von Startups wie Highrise oder Contactually.

Artikelbilder: (c) Pipedrive