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Growth Marketing und Skalierung sind besonders im Startup-Alltag wichtig. Doch wie plant ihr euer Wachstum so, dass es langfristig, gleichmäßig und vor allem planbar passiert?

Unvorhergesehene Growth Peaks können genauso hinderlich sein, wie plötzlich und unerwartete Wachstumseinbrüche.

Die wichtige Frage lautet: In welchem Bereich solltet ihr wann wachsen?

Umsatzzuwachs ist kein sinnvoller KPI, wenn ihr bisher nur ein MVP habt, dass ihr noch nicht verkaufen könnt.

Anmeldungen zum Beta-Test ist keine gute Metrik mehr, wenn euer Produkt fertig und verkaufsfähig ist und ihr eigentlich Leads und deren Conversion braucht.

Daher ist der erste Schritt, eure Wachstumsziele und -Metriken an die Phase anzupassen, in der ihr euch gerade befindet.

Welches Wachstum zahlt am meisten auf die Unternehmensziele ein?

Anfangs könnt ihr hier nur Vermutungen anstellen, messen, testen und analysieren.

Wenn sich die ersten mess- und interpretierbaren Ergebnisse ergeben, könnt ihr recht schnell herausfinden, welche Maßnahmen sich auszahlen.

  • Konvertieren Mailinglist-Abonnenten besser als Erstbesucher der Webseite?
  • Bringen Google-Ads mehr Umsatz pro CPI als Facebook-Ads?
  • Sorgen Follower in Social Kanälen für zusätzliche Reichweite oder müsst ihr Paid-Media nutzen?

Wie behaltet ihr das Wachstum bei?

Ständiger Zulauf an neuen Interessenten, Leads, Abonnenten, Followern, Interessenten ist das Eine.

Aber:

Behaltet auch eure Retention Rate auf dem Schirm. Bleiben die Kunden bei euch? Wie lange bleiben sie? Was sind die Gründe für Kündigungen und Abmeldungen?

In den meisten Fällen sind die Kosten, um Bestandskunden zu halten geringer (und wirken sich oft positiv auf die Verbesserung der Produkte anhand echter Kundenwünsche aus) als die Customer Acquisition Cost um neue Leute zu werben.

Die Retentionrate – also Kundenbindungsquote – möglichst hoch zu halten, sollte demnach möglichst früh beobachtet und optimiert werden.

Der Wachstums-Kreislauf

Aus Ideen werden Inhalte, Maßnahmen und Produkte die umgesetzt und im Anschluss gemessen und analysiert werden. Daraus entstehen wieder neue Ideen für neue Maßnahmen oder Optimierungen.

So lernt ihr bei jedem einzelnen Schritt dazu, was funktioniert, was nicht und was brauchen eure Kunden, um eure Produkte wertschöpfend einzusetzen. Womit erreicht ihr welchen Effekt und durch regelmäßige Reflektion findet ihr heraus, ob diese Ergebnisse zur aktuellen Strategie passen.

Designed euren Kreislauf passend zu euren Skills und Stärken im Team. So findet ihr heraus, welche Funktionen oder Fähigkeiten euch fehlen und ihr könnt das Optimum aus dem Vorhandenen raus holen.

Über Growth Hacking haben wir hier schon häufiger gesprochen. Betrachtet Growth Hacks als einzige Bausteine für eure nachhaltige Wachstums-Strategie. Entscheidet euch gezielt für Maßnahmen auf Basis des Nutzen und Aufwandes und setzt sie nicht zum Selbstzweck ein.

Und das wichtigste zum Schluss:

Lernen, lernen, lernen

Wir sprechen nicht umsonst von Kreislauf. Wachstum ist eine ständige Weiterentwicklung. Sowohl intern, die eigenen Ergebnisse und Fortschritte betreffend aber vor allem extern: Marktveränderungen, neue Tools und Methoden, die schnell geprüft und ausprobiert werden, ob sie in euren Wachstumskreislauf rein passen.

 

Artikelbild: Paula May on Unsplash